DRI/HDR Panoramen mit Hugin

Variante 1

Ein DRI Panorama ist mit Hugin kein Problen, hier mal am Beispiel der Übungsdateien.
Da die Aufnahmen aus der Hand entstanden sind, habe ich bei den Voreinstellungen
"Panorama mit Stapeln" gewählt und alle Dateien mit einmal ausgewählt.
Die Arbeitsweise unterscheidet sich nicht zur Erstellung eines normalen Panoramas.
Nur beim "Zusammenfügen" muß man etwas die Häckchen setzen.

Bis Hugin 2010.2

Hugin DRI Panorama

 

Das Häckchen bei "Belichtungsfusion" -> "Panorama (zusammengefügte Belichtungsstapel)" setzen.

Das Ergebnis sieht dann so aus.

Hugin DRI Panorama bis 2010.2

Seit der Version 2010.4

Sieht es etwas anders aus:

Hugin DRI Ausgabe bei Version 2010.4

 

Wenn das Häckchen gesetzt ist bein "Belichtungsfusion aus Stapel" sieht das Ergebnis ungefähr so aus,
wie bei der Version 2010.2.

Ist das Häckchen bei "Belichtungsfusion von beliebiger Anordnung" gesetzt, werden die Lichter noch etwas besser.

Hugin DRI Ausgabe bei Version 2010.4

 

Vielleicht noch zum Vergleich, das Panorama ohne DRI.

Panorama ohne DRI

 

Variante 2

Möchte man den Weg nehmen, das man für jede Belichtungsreihe ein eigenes Panorama erstellt und um diese Bilder später in einem HDR-Programm zu verrechnen. Geht man wie folgt vor.
Wer das erste Tut gelesen hat, der hat schon das erste Pano fertig und es fehlen nur noch zwei.
Ich hatte Euch darauf hingewiesen, das Pano vor dem Zusammenfügen zu speichern,  denn diese erzeugte *.pto Datei brauchen wir jetzt.

Nun nehmen wir die Bilder der dunkelsten Belichtung und laden sie über:
Reiter "Bilder" -> "Bildserie hinzufügen" (rechts oben in der Ecke)
Die Abfrage nach "Kamera und Objektivdaten" kann abgebrochen werden.

Nun einfach:

Hugin Template anwenden

"Template auf dieses Projekt anwenden" und die gespeicherte *.pto Datei laden.
Nun nichts weiter machen als "Jetzt zusammenfügen!"

Das Gleiche jetzt mit der hellsten Belichtung machen.
Die erzeugten Dateien können nun in einem HDR-Programm zusammengefügt und tonegemappt werden.

Hinweis: Dieses Variante eignet sich aber am Besten bei Belichtungsreihen, die mit einem Stativ aufgenommen wurden. Für Freihandaufnahmen würde ich lieber die Variante 1 oder Variante 3 benutzen.

 

Variante 3

Belichtungsreihen der einzelnen Bilder wurden schon in einem HDR-Prog zusammengesetzt und tonegemappt.
Jetzt kann man diese Bilder einfach wie ein normales Panorama zusammensetzen lassen.

Nur sollte man sich die Werte der Objektivbrennweite merken, mit der die Bilder aufgenommen worden sind.
Denn die HDR Programme löschen meistens die Exif Daten der Bilder komplett.

gelöschte Exif Daten

Und man muß Brennweite und Formatfaktor (Cropfaktor) per Hand eingeben.

 

Variante 4

Hugin kann auch ausgezeichnet mit *.hdr oder *.exr Dateien umgehen.
So kann man z.B. HDR-Bilder in einem passenden Programm erstellen und dort auch schon die Geister beseitigen.
Nun diese Bilder einfach in Hugin stichen und als *.exr Datei ausgeben.
Das fertige Panorama nun im HDR Programm passend Tonemappen.

Vorteil, es wird komplett mit 32bit Dateien gearbeitet und diese einzelnen Dateien sind auch noch von der Dateigröße kleiner als eine *.tif 16bit Datei.  Dieses wirkt sich dann natürlich auch auf die Geschwindigkeit beim stichen aus.